HLW Elisabethinum

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17.11.2017 18:12 Alter: 276 days
Kategorie: Schuljahr_2017_18
Von: Mag. Christian Muckenhumer

100 Jahre Elisabethinum


100 Jahre Elisabethinum – eine Schule mit reicher Vergangenheit und Zukunftsorientierung
Am 2.Oktober 1917, als auf dem Gebiet des heutigen Österreich noch Kaiser Karl I. regierte und die Welt noch im Banne des Ersten Weltkrieges stand, öffnete in St.Johann/Pongau die „Koch- und Haushaltungsschule Elisabethinum“ ihre Pforten, nachdem die Räumlichkeiten im ehemaligen „Gasthof zur Krone“ angekauft und adaptiert worden waren. Die Schule selbst wurde von Hallein in den Pongau verlegt. In einem Artikel der „Salzburger Chronik“ vom 3.Oktober 1917 heißt es, dass die Aufgabe der „Anstalt“ darin bestehe, „Mädchen jeden Alters Gelegenheit zu bieten, sich zur Führung eines geordneten Haushaltes auszubilden oder für dienende bessere Stellung geeignet zu machen“. Seither sind 100 Jahre vergangen, die Zeiten der pädagogischen Ausbildungsschwerpunkte der Schule haben sich gewandelt: Das Elisabethinum  hat sich zu einer Schule mit vielseitigen fachpraktischen und theoretischen Profilsetzungen entwickelt, die fest auf dem Wertefundament der Halleiner Schwestern Franziskanerinnen und deren Gründerin Theresia Zechner stehen.
Aus diesem Anlass trafen sich Sr. Emanuela, Generaloberin der Halleiner Schwestern Franziskanerinnen und ehemalige Erzieherin und Religionspädagogin im Elisabethinum, Hofrätin Mag.a Rosa Schreiner, Direktorin von 1980 bis 2009, und Mag.a  Christina Röck, die seit 2009 die Schule leitet, zum Gespräch über die Geschichte und Entwicklung des Elisabethinums in den vergangenen Jahrzehnten.
Unter der Leitung von Frau HR Schreiner hat sich das Schulprofil grundlegend gewandelt: Während in den Jahrzehnten davor die Ausbildung in der 1-jährigen Fachschule dominierte, ging der Trend in den 1980er und 1990er Jahren immer mehr in Richtung 5-jährige HLW mit Matura. Frau Schreiner betont in ihren Ausführungen, dass sie in ihrer Zeit als Direktorin dieses Aufbaustadium gemeinsam mit ihrem Lehrerinnen- und Lehrerkollegium gestalten und implementieren konnte und dass das neue Schulprofil in der Bevölkerung großen Anklang fand.
 Sr. Emanuela kam bereits 1970 als Schülerin ins damals noch „alte“ Elisabethinum und sie war in mehreren Funktionen bis 2003 an der Schule tätig, bis 2016  als Generaloberin der Halleiner Schulwestern Franziskanerinnen. Sie strich in ihren Gedanken vor allem den Zusammenhalt, die Gemütlichkeit und die gemeinsamen Gesprächen im Internat hervor und betonte die Wichtigkeit eines gelebten Glaubens im Sinne einer franziskanischen Spiritualität für junge Menschen in Zeiten massenmedialer Reizüberflutung.
Frau Direktorin Röck griff diesen Gedanken von Sr.Emanuela wieder auf und betonte die Chance von katholischen Privatschulen, in einer Zeit der Hektik jungen Menschen einen Anker und Halt zu bieten. Gerade dem „Lebensraum Schule“ komme dabei eine zentrale Funktion zu, da es ihr ein großes Anliegen ist, die Schülerinnen und Schüler im Sinne einer ganzheitlichen Ausbildung in ihrer Individualität, in ihrer Persönlichkeit zu fördern, sie auch zu fordern und ihnen das berufspraktische Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Dieses Mehr, dieses MAGIS quasi als „Gütesiegel“ katholischer Privatschulen, definiert sie mit folgenden Worten: „Mein Anspruch ist es auch, auf eine Pädagogik zu setzen, die den Schülerinnen und Schülern das Gefühl gibt, in der Schule aufgehoben zu sein und nicht nur für die Schule,  sondern für das Leben zu lernen.“
Das runde Jubiläum des Elisabethinums wird auch ausführlich und feierlich begangen: Am Freitag, 17.November findet für alle interessierten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern ab 11 Uhr der „Tag der offenen Tür“ mit einem umfangreichen Rahmenprogramm statt, am Sonntag, 19.November wird Erzbischof Lackner um 10 Uhr  in der Pfarrkirche St.Johann den Festgottesdienst zelebrieren. Im Anschluss findet im Kongresshaus ein Festakt statt. Schülerinnen des Abschlussjahrganges haben im Rahmen eines von „Verein Leader Lebens.Wert.Pongau“ geförderten Zeitgeschichte-Projektes eine multimediale und interaktive Ausstellung gestaltet, die ebenfalls bei diesem feierlichen Anlass der Öffentlichkeit präsentiert und anschließend in verschiedenen Einrichtungen und Schulen gezeigt wird.
Nähere Informationen unter www.elisabethinum.ac.at
Verfasser: Christian Muckenhumer
Anmerkung zu den beiden Fotos: Beide Aufnahmen sind privat.